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Werkarten

Die einzelnen Werkarten des Urheberrechts sind in § 2 Abs. 1 UrhG geregelt. Danach gehören zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:

1. Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme;

2. Werke der Musik;

3. pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanzkunst;

4. Werke der bildenden Künste einschließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst und Entwürfe solcher Werke;

5. Lichtbildwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Lichtbildwerke geschaffen werden;

6. Filmwerke einschließlich der Werke, die ähnlich wie Filmwerke geschaffen werden;

7. Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art, wie Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Darstellungen.

Sprachwerke

Was unter Sprachwerke zu verstehen ist, dürfte relativ eindeutig sein. Das sind Werke, die durch das Ausdrucksmittel der Sprache ihren geistigen Gehalt äußern. Beispielhaft seien hier Bücher, Briefe oder Zeitungsartikel genannt.

Computerprogramme, siehe §§ 69a UrhG ff.

Das sind -vereinfacht dargestellt- Sprachwerke, die in einer Programmiersprache ausgedrückt werden und Steuerungsmittel enthalten, die Maschinen bewegen können oder bestimmte Informationen enthalten. Zu diesem Werk werden wir einen separaten Beitrag verfassen.

Ton- und Tanzkunst

Damit sind sämtliche musikalische Werke gemeint, aber auch Tanzabfolgen und pantomimische Darbietungen.

Bildende Künste

Darunter wird die reine Kunst, also das Kunstwerk im herkömmlichen Sinne, die Baukunst und die angewandte Kunst verstanden. Hierunter fallen Gemälde, Bauten oder beispielsweise Möbel.

Lichtbildwerke

Hinter diesem Begriff verstecken sich die Fotografien. Unterschieden wird zwischen Lichtbildwerke und einfache Lichtbilder § 72 UrhG. Zu der Unterscheidung von beiden werden wir in einem separaten Beitrag zurückkommen.

Filmwerke

Es gibt Hollywoodfilme und kleine Filmabfolgen, aber auch kurze Videos. Auch hier wird zwischen Filmwerken und Laufbildern § 95 UrhG unterschieden. Es stellen sich hier bei komplexen Filmen spannende Fragen, wem die Urheberrechte zustehen. Dem Kameramann oder dem Regisseur oder Produzent und was ist eigentlich mit dem Schauspieler?

Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art

Zeichnungen, Pläne, Karten, Skizzen, Tabellen und plastische Modelle, die der Belehrung und Unterrichtung dienen, werden unter diesem Rechtsbegriff gefasst. Beispiele sind Baupläne oder Bedienungsanleitungen.

Das Urheberrecht hält viele Werkarten bereit, die weit formuliert sind, um einen effektiven Schutz des Schöpfers zu gewährleisten. Im Einzelnen bestehen viele interessante Fragen, wann ein Werk geschützt ist und welche Kategorie vorliegt. Diesen und anderen Fragen gehen wir in diesem Blog nach.

Rechtsanwalt für Urheberrecht in Frankfurt

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Werkarten haben, dann können Sie uns telefonisch unter 069 405 642 82 erreichen oder uns eine E-Mail an info@rechtsanwalt-frankfurt-urheberrecht.de senden.

Wir freuen uns auf Sie! Ihre Kanzlei für Urheberrecht.

Beitragsbild: Khara Woods