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Allgemeines

Welche Rechte ein Urheber hat und damit Inhaber von Urheberpersönlichkeitsrechte ist, ist eine Frage, die sich jeder Schöpfer eines Werkes stellt. Wer Urheber ist, haben wir in einem anderen Beitrag erläutert. Dem Urheber steht nach dem deutschen Konzept des Monismus ein besonderes Persönlichkeitsrecht zu: Das Urheberpersönlichkeitsrecht. Das Werk ist mit der Person untrennbar verbunden und der Schöpfer kann sich von seinem Werk auch nicht vollständig trennen. Mit dem Schöpfungsakt entsteht ein geistiges Band zwischen Schöpfer und Werk.

Veröffentlichungsrecht § 12 UrhG

Aber was folgt daraus, würde der geneigte Praktiker fragen? Der Urheber kann ausschließlich darüber bestimmen, ob, wann, wo und wie sein Werk veröffentlicht wird. Er hat ein Erstveröffentlichungsrecht. Denn hat er es veröffentlicht, gilt § 6 UrhG und damit steigt das Allgemeininteresse, sich des Werkes zu bemächtigen und sich mit ihm auseinanderzusetzen. Der Urheber hat auch das Recht der ersten Inhaltsmitteilung. Wenn ein bekannter Virologe einen Bericht veröffentlicht, darf ihm eine Zeitung nicht zuvorkommen. Das Gesetz § 6 UrhG besagt:

„Dem Urheber ist es vorbehalten, den Inhalt seines Werkes öffentlich mitzuteilen oder zu beschreiben, solange weder das Werk noch der wesentliche Inhalt oder eine Beschreibung des Werkes mit seiner Zustimmung veröffentlicht ist.“

Es ist aber vorab zu prüfen, wer natürlich Urheber ist und ob möglicherweise Verwertungsrechte bei jemand anders liegen.

Recht der Anerkennung der Urheberschaft § 13 UrhG

Der Urheber darf sich jederzeit auf sein Werk berufen. Wir haben hierzu einen eigenen Beitrag für Bilder und Anerkennung der Urheberschaft verfasst.

Entstellungs -und Änderungsverbot §§ 14, 39 UrhG

Jeder Urheber hat das Recht, dass sein Werk reingehalten wird und nicht entstellt wird. Es gilt ein grundsätzliches Änderungsverbot. Probleme entstehen, wenn ein Verwerter den Inhalt des Werkes nur verkürzt wiedergeben kann, um es adäquat zu verwerten. Änderungen sollten vorher vertraglich zwischen Verwerter und Urheber vereinbart werden, um späterer Streitigkeiten zu minimieren.

Zugang zum Werk § 25 UrhG

Diese Norm regelt den Zugang des Schöpfers zu seinem Werk. Er soll die Möglichkeit haben, weitere Vervielfältigungsstücke seines Werkes zu erhalten. Auch hier zeigt sich, dass „ewige“ Band zwischen Urheber und Werk.

Rechtsanwalt für Urheberrecht in Frankfurt

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Urheber haben, dann können Sie uns telefonisch unter 069 405 642 82 erreichen oder uns eine E-Mail an info@rechtsanwalt-frankfurt-urheberrecht.de senden.

Wir freuen uns auf Sie! Ihre Kanzlei für Urheberrecht.

Beutragsbild: Umberto Ihl