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Urheber § 7 UrhG

In § 7 Urheberrechtsgesetz ist recht deutlich geregelt, wer Urheber ist: Urheber ist der Schöpfer des Werkes. Nimmt also Ihr Kind ein Tanzvideo für Sie auf, dann ist es Schöpfer des Werkes. Nach § 10 UrhG wird vermutet, dass:

Wer auf den Vervielfältigungsstücken eines erschienenen Werkes oder auf dem Original eines Werkes der bildenden Künste in der üblichen Weise als Urheber bezeichnet ist, wird bis zum Beweis des Gegenteils als Urheber des Werkes angesehen; dies gilt auch für eine Bezeichnung, die als Deckname oder Künstlerzeichen des Urhebers bekannt ist.

Steht also auf einem Bild Picasso drauf, so wird vermutet, dass es von Picasso stammt. Man nennt dies auch den „Copy-Right“ © Vermerk. Urheber als Schöpfer können auch nur natürliche Personen sein und keine GmbH, AG oder andere juristische Personen.

Miturheber § 8 UrhG

Das Gesetz definiert in § 8 die Miturheberschaft, wie folgt:

„Haben mehrere ein Werk gemeinsam geschaffen, ohne daß sich ihre Anteile gesondert verwerten lassen, so sind sie Miturheber des Werkes.“

So können mehrere Autoren an einem Buch arbeiten und jeweils einzelne Aufsätze verfassen. Können diese voneinander getrennt werden, dann entstehen verschiedene Werke oder unter Umständen ein Sammelwerk. Können aber die einzelnen Teile nicht getrennt werden, weil beispielsweise die Autoren gemeinsam einen Aufsatz schreiben, dann sind sie Miturheber. Allen Miturheber steht das Werk „zur gesamten Hand zu“. Diese juristische Formulierung meint, dass die Miturheber nur gemeinschaftlich entscheiden können. Aber was passiert, wenn sie uneinig werden? Näheres dazu regelt  § 8 UrhG selbst.Wir raten Mandanten dazu, dass sie vor Schöpfung des Werkes klar definierte Vereinbarungen treffen. Es werden teilweise Regelungen aus dem Gesellschaftsrecht herangezogen, um etwaige Streitigkeiten zu lösen. Häufiges Streitthema ist die Übertragung von Nutzungs- und Verwertungsrechten an Dritten.

Arbeitnehmerurheberrecht § 43 UrhG

Der Arbeitgeber ist kein Urheber, wenn sein Arbeitnehmer ein Werk herstellt. Es handelt sich um ein besonderes Persönlichkeitsrecht. Dem Arbeitgeber können aber gemäß § 31 UrhG Nutzungsrechte eingeräumt werden.

Rechtsanwalt für Urheberrecht in Frankfurt

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Urheber haben, dann können Sie uns telefonisch unter 069 405 642 82 erreichen oder uns eine E-Mail an info@rechtsanwalt-frankfurt-urheberrecht.de senden.

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Beitragsbild: Markus Winkler